Fahrzeuglackierer/in

Überblick
Dieser staatlich anerkannte Ausbildungsberuf ist eine Berufsausbildung im dualen System, umfasst also die Lernorte der Berufsschule und des Ausbildungsbetriebes. Am Heinrich-Hertz-Europakolleg wird die Teilzeitform durchgeführt, das heißt die Auszubildenden des Fahrzeuglackierer-Handwerks besuchen ein- bis zweimal wöchentlich die Berufsschule.
In der dreijährigen Ausbildung erlernt der/die angehende Fahrzeuglackierer/in alle Arbeitsschritte, welche zu einer umfassenden Reparaturlackierung notwendig sind. Darüber hinaus beschäftigt sich der Beruf mit der Aufbereitung und Verschönerung von Fahrzeugkarosserien bis hin zu speziellen Design-Lackierungen. Der/die angehende Fahrzeuglackierer/in hat großes Interesse an neuen und alten Kraftfahrzeugen und deren Design, an Formen und Farben sowie an der Erstellung von perfekten Oberflächen.

Berufsbild
Bevor es zur Lackierung einer Oberfläche kommen kann, muss der Fahrzeuglackierer umfangreiche Vorarbeiten ausführen. An den Blechen der Fahrzeugkarosserie müssen Reinigungs-, Spachtel-, Entrostungs-, und Schleifarbeiten ausgeführt werden, bevor mit dem eigentlichen Lackaufbau begonnen wird. Dabei verarbeitet der/die Fahrzeuglackierer/in modernste, umweltschonende Materialen. In der Spritzkabine werden dann Deck- und Klarlackierungen mit speziellen Spritztechniken und Spritzpistolen aufgetragen. Auch Kunststoffteile an der Fahrzeugkarosserie werden instandgesetzt, gestaltet und lackiert. In zunehmendem Maße gewinnt auch die Restauration und fachgerechte Lackierung von Oldtimern im Berufsbild an Bedeutung.

Abschlüsse
Nach 3 Jahren Ausbildungszeit wird der Berufsschulabschluss erreicht, welcher dem Sekundarabschluss I (Hauptschule nach Klasse 10) gleichgestellt ist. Mit einer Durchschnittsnote von 3,0 oder besser kann bei Nachweis von Englischkenntnissen die Fachoberschulreife (FOR) erworben werden.

Berufliche Perspektiven
Nach Abschluss der dualen Ausbildung wird der Gesellenbrief erworben, mit dem Sie in Karosserie- und Lackierbetrieben als Facharbeiter eingestellt werden können. Die Berufsaussichten sind als sehr gut zu bezeichnen, da das Kraftfahrzeug auch zukünftig im Individualverkehr die größte Rolle spielen wird. Unfälle und deren fachgerechte Reparatur ergeben für den/die Fahrzeuglackierer/in ein weitläufiges Arbeitsfeld. Nach dem Gesellenbrief kann der Meistertitel in Voll- oder Teilzeitform erworben werden, mit dem eine Selbstständigkeit möglich wird. Darüber hinaus kann als Weiterbildung der KFZ-Gutachter angestrebt werden, welcher Schadens- und Wertgutachten für Oldtimer erstellt.

Voraussetzung und Anmeldung
Grundlage für die Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag bei einem Ausbildungsbetrieb im Karosserie- und Lackierbereich. Die Anmeldung zur Berufsschule wird vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Die Ausbildung beginnt in der Regel nach den Sommerferien.

Weitere Informationen
Ihre Ansprechpartner für diesen Bildungsgang sind der Fachbereichsleiter Herr Wiegandt und die Sekretärin Frau Pütz. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Anmeldeformular zur Berufsschule (Duale Fachklassen) (für die Ausbildungsbetriebe).